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Persönliche Erinnerungen:
Er war ein grossartiger, korrekter und fairer Instruktor. Unabhängig von Status, Herkunft und Hautfarbe hat er Karate gelehrt und weitergegeben.
Was ihn am meisten auszeichnete: Er hat wenig gesprochen, war mit sich selbst am strengsten, stand zeitlebens jeden Morgen um 05.00 Uhr auf und trainierte, um immer einen Vorsprung auf die anderen zu haben, denn er wollte der beste Karatelehrer sein. Und trotzdem sagte er jeweils:
I'm not a master, I'm every day student
Asai Sensei war tatsächlich ein wahrer Meister seines Fachs und ein absolutes Vorbild!
Einige unvergessliche Episoden:
Durch seine Mehrsprachigkeit entstanden oft lustige Missverständnisse. So erzählte er mir, als er ganz begeistert aus Brasilien zurückkehrte, er hätte ein 600 kg grosses Steak gegessen. Als ich ihn fragte, ob er wirklich einen ganzen Ochsen verpiesen hätte, korrigierte er sich lachend. Es war in Wirklichkeit ein 600 gr. schweres Steak.
Ein andermal fragte ich ihn anlässlich eines Camps in der Schweiz, was er denn am liebsten essen würde. Er sagte: "Hondu". Schliesslich stellte sich heraus, dass er gerne Fondue hätte.
Eine typische unvergessliche Episode ereignete sich in Dublin, Irland. Morgens um 03.00 Uhr klopfte er an meine Zimmertür. "Aufstehen, Kaffee trinken!" rief er. Bevor es Kaffee gab unterrichtete er ein neues Kata (Khakuyoku-sandan). Danach liess es sich der Chef nicht nehmen eigenhändig Kaffe zu kochen. Wir haben uns dann bis zum Morgengrauen über Karate unterhalten. Das war Asai Sensei pur!
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